Windows 11 Juli-Update 2026: Point-in-time Restore & neue Funktionen

Windows 11 Juli-Update 2026: Point-in-time Restore & neue Funktionen – redaktionelle Illustration

Windows 11 Juli-Update 2026: Point-in-time Restore & neue Funktionen

Das Wichtigste in Kürze
  • Microsoft veröffentlicht KB5095093 am 14. Juli 2026 (Patch Tuesday) für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2.
  • Point-in-time Restore erstellt automatisch alle 24 Stunden lokale Snapshots – Rücksetzung bis zu 72 Stunden rückwirkend möglich (max. 50 GB Speicherbedarf).
  • Updates lassen sich jetzt per Kalenderansicht auf bis zu 35 Tage pausieren – und der Zeitraum beliebig verlängern.
  • Neue Barrierefreiheitsfunktion Screen Tint legt eine anpassbare Farbüberlagerung über das Display und schont die Augen.
  • Alle Funktionen setzen eine aktivierte Windows-11-Lizenz voraus.

TL;DR: Das Windows-11-Juli-Update 2026 (KB5095093) liefert mit Point-in-time Restore eine vollwertige Snapshot-Funktion, mehr Kontrolle über automatische Updates und verbesserte Zugänglichkeit – kostenlos für alle Nutzer mit aktivierter Windows-11-Lizenz.

Point-in-time Restore: Automatische Snapshots für Windows 11

Die bedeutendste Neuerung in KB5095093 ist zweifellos Point-in-time Restore. Die Funktion erstellt automatisch alle 24 Stunden einen vollständigen Snapshot des Systems – inklusive installierter Anwendungen, Windows-Einstellungen und persönlicher Dateien. Kommt es nach einem Treiberupdate, einer Softwareinstallation oder einem fehlerhaften Patch zu Problemen, lässt sich der PC auf den letzten stabilen Zustand zurücksetzen, ohne Daten zu verlieren.

So funktioniert die Wiederherstellung im Detail

Windows speichert Restore-Punkte lokal und hält sie bis zu 72 Stunden vor. Das bedeutet: Tritt ein Problem erst am nächsten Tag auf, steht noch ein gültiger Snapshot zur Verfügung. Für die Speicherung reserviert Windows automatisch bis zu 50 GB auf dem Systemlaufwerk – ältere Punkte werden gelöscht, sobald das Kontingent ausgeschöpft ist. Die Einstellungen sind unter Einstellungen → System → Wiederherstellung erreichbar.

Besonders praktisch: Point-in-time Restore ist direkt in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) integriert. Startet Windows nach einem kritischen Fehler gar nicht mehr, kann das System trotzdem aus dem Snapshot-Archiv wiederhergestellt werden – ohne externen Datenträger oder Neuinstallation. Technisch nutzt die Funktion den Volume Shadow Copy Service (VSS), der seit Langem für Backup-Lösungen im Einsatz ist.

Unterschied zur klassischen Systemwiederherstellung

Die seit Windows XP bekannte Systemwiederherstellung sichert hauptsächlich Systemdateien und Registry-Einträge, persönliche Dateien bleiben dabei oft unberührt. Point-in-time Restore geht weiter: Es entsteht ein konsistenter Gesamt-Snapshot – vergleichbar mit einer vollständigen Sicherung, aber völlig automatisiert. Für Nutzer und Unternehmen bedeutet das eine deutlich zuverlässigere Rückfallstrategie ohne zusätzliche Backup-Software.

Hinweis für IT-Administratoren: In Unternehmensumgebungen lässt sich Point-in-time Restore über Gruppenrichtlinien steuern. Speicherbedarf und Snapshot-Intervall können zentral angepasst werden – wichtig, wenn mehrere Geräte mit begrenztem Festplattenplatz verwaltet werden.

Updates-Pause: Jetzt bis zu 35 Tage per Kalender steuerbar

Bisher ließ sich die automatische Windows-Update-Installation nur in vordefinierten Blöcken pausieren. Mit KB5095093 ändert sich das grundlegend: Unter Einstellungen → Windows Update erscheint eine neue Kalenderansicht, in der ein genaues Enddatum gewählt werden kann – bis zu 35 Tage in der Zukunft. Ist der Zeitraum abgelaufen, lässt er sich unkompliziert erneuern.

Das ist besonders für kleine Unternehmen und Freiberufler sinnvoll, die kritische Updates zunächst in einer Testumgebung prüfen möchten, bevor sie produktive Rechner aktualisieren. Die Funktion ersetzt keine Gruppenrichtlinien oder WSUS für große Umgebungen, bietet aber deutlich mehr Flexibilität als bisher.

Weitere Neuerungen in KB5095093 im Überblick

Screen Tint – Augenschonendes Arbeiten direkt in Windows

Unter Einstellungen → Barrierefreiheit → Farbfilter steht die neue Funktion Screen Tint bereit. Sie legt eine anpassbare Farbüberlagerung über den gesamten Bildschirm – ähnlich wie externe Blaulichtfilter-Apps, aber nativ in Windows integriert. Stärke und Farbton sind individuell einstellbar. Das ist vor allem für lange Arbeitszeiten am Abend oder in dunklen Räumen hilfreich.

Lupe mit exakter Prozenteingabe (bis 400 %)

Die Windows-Lupe unterstützt ab sofort die manuelle Eingabe eines genauen Vergrößerungswerts. Bisher war nur eine schrittweise Erhöhung per Schaltfläche möglich. Künftig können Werte bis 400 Prozent direkt eingetippt werden – eine spürbare Erleichterung für Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen.

Drucker-Installation via IPP als neuer Standard

Ab dem Juli-Update installiert Windows 11 neue Drucker bevorzugt über das Internet Printing Protocol (IPP), sofern das Gerät kompatibel ist. IPP-Treiber benötigen weniger Speicher, werden direkt von Microsoft gepflegt und gelten als sicherer als herstellerspezifische Treiberbündel. Für die meisten modernen Netzwerkdrucker entfällt damit die separate Treiberinstallation.

Widgets ohne versehentliches Öffnen & neues Emoji-Panel

Das Widgets-Panel öffnet sich künftig nicht mehr automatisch beim Überfahren mit der Maus – ein häufig kritisiertes Verhalten wird damit behoben. Im Emoji-Panel (Windows-Taste + Punkt) ersetzt GIPHY den bisherigen Google-Tenor-Dienst für animierte GIFs, nachdem die Tenor-API eingestellt wurde.

Wer erhält das Update – und was ist Voraussetzung?

KB5095093 richtet sich an Geräte mit Windows 11 Version 24H2 und 25H2. Die optionale Vorschauversion erschien am 23. Juni 2026 und muss manuell installiert werden. Der offizielle Rollout über Windows Update startet am 14. Juli 2026 (Patch Tuesday) für alle kompatiblen Geräte automatisch.

Grundvoraussetzung ist eine aktivierte Windows-11-Lizenz. Nicht aktivierte Installationen erhalten zwar Sicherheits-Patches, können jedoch bestimmte Feature-Updates und Wiederherstellungsfunktionen wie Point-in-time Restore möglicherweise nicht vollständig nutzen. Wer noch keine Lizenz besitzt oder von Windows 10 auf Windows 11 umsteigen möchte, findet bei Lizenzsofort originale Windows-11-Lizenzen mit Sofort-Lieferung per E-Mail.

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Häufige Fragen zu KB5095093

Muss ich KB5095093 manuell installieren?
Die Vorschauversion (erschienen 23. Juni 2026) muss manuell über Einstellungen → Windows Update → Erweiterte Optionen → Optionale Updates installiert werden. Die finale Version verteilt sich ab dem 14. Juli 2026 automatisch an alle Windows-11-Geräte mit 24H2 und 25H2.
Wie viel Speicher verbraucht Point-in-time Restore?
Windows reserviert bis zu 50 GB auf dem Systemlaufwerk für Snapshots. Ist weniger Platz vorhanden, werden ältere Wiederherstellungspunkte automatisch gelöscht. Unter Einstellungen → System → Wiederherstellung lässt sich das Speicherlimit anpassen oder die Funktion deaktivieren.
Klappt die Wiederherstellung auch, wenn Windows nicht mehr startet?
Ja. Point-in-time Restore ist in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) integriert. Nach mehreren fehlgeschlagenen Startvorgängen oder manuell über die Taste F11 beim Booten erscheint die Option zur Snapshot-Wiederherstellung – auch ohne gestartetes Windows.
Betrifft das Juli-Update auch Windows 10?
Nein. KB5095093 gilt ausschließlich für Windows 11 (24H2 und 25H2). Windows 10 erhält über Extended Security Updates (ESU) weiterhin Sicherheitspatches, jedoch keine neuen Funktionen.
Benötige ich für Point-in-time Restore eine bestimmte Windows-Edition?
Die Funktion steht in allen Editionen von Windows 11 (Home, Pro, Education, Enterprise) zur Verfügung, sofern das Gerät die Mindestvoraussetzung von ausreichend Festplattenplatz erfüllt und die Lizenz aktiviert ist.

Quellen: Microsoft Support – KB5095093 (Juni/Juli 2026), BleepingComputer (Juli 2026), Pureinfotech (Juli 2026), Windows Central (Juli 2026)